Etzwilen

Luftaufnahme von EtzwilenWestlich vom heutigen Dorf lag nach der letzten Eiszeit ein kleiner See. Die Tundra und Steppe wandelte sich ganz langsam in einen Urwald, der zum ergiebigen Jagdgebiet für die Steinzeitmenschen wurde, welche sich um 2400 v. Chr. auch am Ufer des Etzwiler Weihers ansiedelten.
Die um 1200 v. Chr. nachfolgenden Fischer, Jäger und Bauern der Bronzezeit erweiterten die kleinen Rodungen ihrer Vorgänger. Erst die Römer rückten dem Wald bedrohlich zu Leibe: Ihre Warmluftheizungen in der gallo-römischen Kleinstadt Tasgetium-Untereschenz verschlangen ungeheure Mengen Holz.
Nachdem die Römer um 400 n. Chr. abgezogen waren, besiedelten die Alemannen allmählich unsere Gegend. Sie gründeten Höfe und Weiler, so auch «Zezinwilare», das erstmals 761 in den Büchern des Klosters St. Gallen auftauchte. Um 1400 kam Ezewiler an die Herrschaft Freudenfels (oberhalb Eschenz) und später zum Kloster Einsiedeln.
1875 wurde die erste Eisenbahnlinie der Nationalbahn Winterthur-Singen ungefähr 300 Meter nördlich des alten Weilers Etzwilen gebaut. 19 Jahre später erhielt der Ort mit dem Bau der Bahnlinie Schaffhausen-Kreuzlingen und des Bahnhofs die Bedeutung eines Eisenbahnknotens.
In der Folge entstand ein eigentliches Bahnhofsquartier mit Restaurants und eigener Bahnarbeitersiedlung. Erst im Zuge der Hochkonjunktur entstanden die Mehrfamilienhäuser, die heute die beiden Dorfteile verbinden.

 

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