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Wechsel der Geschäftsführung der Spitex Parta AG

Per Ende Oktober 2022 übernahm Jan Bühler die Geschäftsführung der Parta AG. Gerne möchten wir Jan Bühler etwas näher kennenlernen und haben ihm dazu nachfolgende Fragen gestellt.

  1. Weshalb ist es zu einem Wechsel in der Geschäftsführung gekommen?
    In der Geschäftsführung hat es einen Wechsel gegeben, um die Synergien zwischen den beiden Tochtergesellschaften der Diakonie Bethanien, Parta AG und PHS AG, zu nutzen und eine effizientere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Wir hoffen, dass die beiden Unternehmen voneinander profitieren werden, da sie in derselben Branche tätig sind, jedoch in unterschiedlichen Regionen agieren.
  1. Karin Vetterli, frühere Gemeinderätin in Wagenhausen, ist neu in den Verwaltungsrat der Parta AG gewählt worden. Welche Überlegungen haben dazu geführt?
    Der Wechsel im Verwaltungsrat erfolgte altersbedingt, und es bestand der Wunsch, ein neues Mitglied zu finden, das einen Bezug zur Region hat und über entsprechende Kontakte im Gesundheitswesen, insbesondere der Spitex, verfügt. Es freut mich sehr, dass Frau Karin Vetterli nun Mitglied des Verwaltungsrats der Parta AG ist. Ich bin mir sicher, dass sie mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung einen wertvollen Beitrag leisten wird, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.
  1. Wer ist zuständig für die Anliegen der Gemeinden?
    Zuständig für sämtliche Anliegen der Gemeinden Eschenz und Wagenhausen sind Frau Maria Dolce, Standortleiterin der Parta AG und Bereichsleiterin Pflege und Hilfe zu Hause Thurgau, sowie ich. Frau Dolce ist für alle Belangen im Bereich Pflege zuständig, während ich für alle anderen Anliegen der Gemeinden verantwortlich bin.
  1. Eschenz und Wagenhausen rechnen mit rund 4'500 Pflegestunden im 2023. Ist die Parta AG für diese Aufgabe bereit?
    Das mag zunächst wie eine grosse Herausforderung erscheinen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen werden. Das gesamte Team hat in den vergangenen Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet und gezeigt, dass es fast für alle Herausforderungen bereit ist. Zusammen werden wir die rund 4'500 Pflegestunden erbringen können und unseren Klienten in der Region Eschenz und Wagenhausen die bestmögliche Pflegeversorgung bieten.
  1. Wie viele Mitarbeiter/Innen der Parta AG sind in unseren Gemeinden tätig?
    Aktuell sind elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parta AG in den Gemeinden Eschenz und Wagenhausen tätig, wobei sich das Team laufend vergrössert.
  1. Ist es immer noch ein Ziel, in den Gemeinden ein Team zusammenzustellen?
    Ja, unser Ziel ist es nach wie vor, Mitarbeitende, die in der näheren Umgebung wohnen für die Parta AG zu gewinnen.
    Mir ist bewusst, dass es nicht einfach ist, geeignete Mitarbeitende aus der Region zu finden. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir mit gezielter Rekrutierung und guter Zusammenarbeit mit den Gemeinden und anderen regionalen Organisationen erfolgreich sein können.
  1. Welche Herausforderungen sehen Sie in nächster Zukunft?
    Eine der grössten Herausforderungen, die uns in naher Zukunft bevorstehen wird, ist der Pflegenotstand. Aufgrund des akuten Mangels an Pflegepersonal, der sich in den nächsten Jahren noch verschärfen wird, wird es für uns zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden.
    Ich finde es wichtig zu betonen, dass der Pflegenotstand eine Herausforderung ist, die sich auf die Gesellschaft als Ganzes auswirkt. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Bund, Kantone, Pflegebranche und die Gesellschaft insgesamt zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden und sicherzustellen, dass eine angemessene Pflege für alle Menschen gewährleistet ist. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir den Pflegenotstand bewältigen und auch in Zukunft eine hochwertige Pflege für alle sicherstellen.
  1. Was begeistert Sie am aktuellen Job?
    Was mich an meiner Tätigkeit vor allem begeistert, ist die Möglichkeit, dass ich und mein Team täglich dazu beitragen können, das Leben anderer Menschen zu verbessern. Wir können älteren Menschen helfen, länger in ihrem Zuhause zu bleiben, Menschen mit chronischen Erkrankungen eine höhere Lebensqualität ermöglichen und Menschen mit Behinderungen oder nach Unfällen wieder Selbstständigkeit verleihen.
    Durch unsere Arbeit in der Spitex können wir einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen haben und dazu beitragen, dass sie trotz Einschränkungen ein erfülltes Leben führen können. Die Arbeit kann herausfordernd sein, aber es gibt auch viele belohnende Momente, wenn wir sehen, dass wir den Menschen geholfen haben, ihre Lebensqualität zu verbessern.
  1. Welche Veränderungen streben Sie in nächster Zukunft an?
    Natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen und ich bin stets offen für neue Ideen. Ich finde es besonders wichtig, dass sich Unternehmen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterziehen, um sich weiterzuentwickeln. Persönlich liegt mein Fokus jedoch momentan darauf, dass wir auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Pflegeversorgung in den Gemeinden Eschenz und Wagenhausen bieten können. Wir haben eine solide Struktur und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass wir unsere Ziele erreichen und hervorragende Arbeit leisten können.
  1. Was schätzen Sie an der Organisation und am Team?
    Für mich persönlich ist es eine grosse Bereicherung, Teil eines Teams zu sein, das mit Herzblut bei der Arbeit ist. Darüber hinaus schätze ich es sehr, dass wir uns im Team gegenseitig unterstützen und helfen, um unsere Aufgaben effektiv zu erledigen. Wir wissen, dass wir aufeinander zählen können und gemeinsam Herausforderungen bewältigen können.
  1. Welches Angebot fehlt oder ist noch in Planung?
    Zurzeit ist in den Gemeinden Eschenz und Wagenhausen kein neues Angebot geplant. Wenn wir jedoch feststellen, dass es Lücken in unserem Dienstleistungsangebot gibt, mit denen wir unseren Kunden noch besser helfen können, prüfen wir, wie wir diese bei der Parta AG einführen können oder suchen nach Organisationen, die bereits eine solche Dienstleistung anbieten, und arbeiten mit ihnen partnerschaftlich zusammen.

Interview mit Jan Bühler:
Heidi Springmann und Mirjam Leibinger

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